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Winkelschleifer sind elektronisch betriebene Handmaschinen und verfügen über eine schnell drehende Schleifscheibe. Ackermann + Schmitt gelten als die Erfinder des Gerätes und sind verantwortlich für die Alternativbezeichnung "Flex". Die Besonderheit beim Winkelschleifer liegt im Winkelgetriebe.
Der Schleifer kommt auf eine Rotationsgeschindigkeit von bis zu 12000 Umdrehungen pro Minute. Dies führt zu entsprechen starken Fliehkräften beim Betrieb. Um die verwendeten Scheiben vor einem Splittern zu schützen, verfügen sie über verstärkendes Einlagegewebe. Eine spezielle Kunstharzbindung sorgt für hohe Elastizität und macht die Scheiben flexibel. Hierdurch können auch harte Werkstoffe wie Metalle, Gesteine freihändig trenngeschliffen werden, ohne dass eine auftretende leichte Verkantung zum Bruch der Trennscheibe führt.
Bei der Inbetriebnahme eines Winkelschleifers müssen in jedem Fall bestimmte Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Zwingend ist dabei das Tragen einer Schutzbrille. Darüberhinaus ist es sinnvoll, Spezialhandschuhe zu tragen, eventuell auch Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen sowie Kleidung aus Baumwolle, um einem Entflammen vorzubeugen. Durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit und die Arbeit mit hartem Material entsteht oft eine hohe Geräuschbelastung, der ebenfalls mit Hilfe eines Gehörschutzes Rechnung getragen werden sollte. Die Schutzhaube des Gerätes darf in keinem Fall während des Betriebes fehlen, schließlich ist sie nicht alleine ein wichtiger Schutz, wenn doch einmal eine Scheibe platzen sollte, sondern verhindert auch Den Kontakt von Händen und Fingern mit der Scheibe.
Leider sind vor allem bei unerfahrenen Heimwerkern immer wieder Versuche zu beobachten, mit preisgünstigen sehr dünnen Scheiben zu schleifen. Bei diesem "Schruppschleifen" ist die Gefahr eines Scheibenbruchs stark erhöht, das solche Trennscheiben für die beim Winkelschleifen auftretenden Kräfte nicht geeignet sind.
Jede Trennscheibe wird vom Hersteller mit einem Haltbarkeitsdatum versehen. In der Regel beträgt die Haltbarkeit der Scheiben rund drei Jahre.
Eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle bildet der beim Winkelschleifen entstehende Abrieb. Aufgrund der extrem hohen Umdrehungszahl des Werkzeuges kommt es zu einer straken Freisetzung von Wärme. Wird mit dem Schleifer Metall bearbeitet, kommt es zu einem Wegschleudern der glühenden Späne, zum sogenannten Funkenflug. Besonders stark ist dieser bei der Arbeit mit Stahl oder auch Guss. In Folge des Funkenfluges ergibt sich daher eine akut erhöhte Brandgefahr.
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